Die Hauptstadt des Patrimonium Dei liegt am Felsenmeer, das Meer im Norden. Um 299 v.EC leben hier etwa 60.000 Menschen, fast ein Drittel davon in den Vororten vor der alten Stadtmauer, die an vielen Stellen von Häusern überwachsen ist. Seit Jahren gärt es in den Vororten, und die Gendarmen greifen hart durch.
Hafen und Ostviertel
Der Hafen liegt an der Küste im Nordosten. Fischerboote, Küstensegler und die Schiffe aus Asgoran und Hadewald liegen an hölzernen Kais, dahinter Lagerhäuser und Seilereien. Das Ostviertel zieht sich vom Hafen bis zum Osttor: enge Gassen, Lastträger, Fischer, Tagelöhner, viele Kinder. Es riecht nach Fisch, Teer und Abwasser. Durch das Osttor führt die Straße in die Ostmarken und weiter nach Hadewald, auf der die Händlerzüge kommen.
Die Mitte
In der Mitte erhebt sich ein Hügel, unter dem die Ruinen des Palasts des Lichts liegen, des alten Sitzes der Priesterkaiser. Seit 600 v.EC ist dort oben Schutt, Gestrüpp und eingestürzte Mauerreste; man hat Steine abgetragen, gebaut hat niemand. Die Leute sagen, der Hügel sei verflucht, und meiden ihn nachts. An seiner Nordwestecke liegt der Helenenplatz mit der Statue der heiligen Helene Arvados und ihrem Raben, die der Bildhauer Salvador Rias vor fast dreihundert Jahren schuf. Westlich des Hügels liegt der Kornmarkt mit Speichern, Bäckereien und dem Gasthaus Coq Hardi.
Das Westviertel
Im Westen wohnen Kaufleute, Gildenmeister und Familien, die dem Patrimonium dienen: Steinhäuser mit Innenhöfen, Gildenhäuser, Gärten hinter Mauern. Die Gassen sind breiter und sauberer als im Osten.
Die Vororte
Vor den Mauern liegen die Vororte. Der bekannteste ist Valrouge im Süden, ein Tal mit Gerbereien, deren Abwasser den Bach rot färbt. Im Jahr 302 v.EC schossen dort Gendarmen in eine Menge; seitdem ist der Name eine Anklage. Im Westen liegen die Mühlen am Fluss, im Osten zieht sich eine Reihe Fuhrhöfe und Herbergen an der Hadewalder Straße entlang.
Die Maison
Am Nordrand der Stadt, westlich des Hafens auf einer Anhöhe über der Küste, liegt die Maison de la Patrimoine Dieu, der Sitz des Priesterkaisers. Eine Allee führt von der Stadt zu ihrem Torhaus; gleich davor steht das große Spital Divine.
Glaube
Das Patrimonium verehrt Chronar, Algor und Nadal als eine göttliche Ordnung. Das höchste Fest ist der Jahreswechsel in der letzten Nacht des Jahres, der Chronar gehört. In einer kleinen Kapelle in der Stadt leben die Schwestern des Albertinenordens, Heilerinnen unter dem Schutz der Nadal. In den armen Vierteln pflegen sie Kranke und fragen dabei niemanden um Erlaubnis.
Ordnung in der Stadt
Für die Ordnung sorgen 2500 Gendarmen, die in der Stadt kaserniert sind. Die 5000 Büttel der Bürgerwehr sind Bürger, die nur mit Genehmigung des Patrimoniums einberufen werden. Alle Ärzte der Stadt und des Umlands und alle Badehäuser unterstehen dem Medicin Primus.
Elentrea ist die Stadt der Priesterkaiser, seit das Priesterreich um 1000 v.EC entstand. Nach dem Fall des Palasts des Lichts 600 v.EC zogen sie in die Maison am Nordrand; weltlich regierten Könige, zuletzt das Haus Donnerbruch. Von hier aus wurde Asgoran besetzt und 345 bis 330 v.EC der Krieg gegen die Thenoner Reeder geführt und verloren.