Die Sonnenblüte ist der Inbegriff von Beständigkeit. Mit ihrem kräftigen, rauen Stängel und dem stolzen, goldgelben Kranz aus Blütenblättern folgt sie unermüdlich dem Lauf des Sonnenwagens über das Firmament von Tiraka.
Ihr Kern ist gefüllt mit nahrhaften, ölhaltigen Samen, doch für Alchemisten sind es vor allem die leuchtenden Randblätter, die den Wert ausmachen. Sie speichern die reine, sanfte Wärme des Tages, ohne dabei die gefährliche Hitze des Feuers oder die Unberechenbarkeit der Magie in sich zu tragen.
Man findet sie fast überall in den fruchtbaren Ebenen Tirakas, besonders auf den sonnenverwöhnten Hügeln rund um Asgoran oder in den Gärten der Bauern im Hinterland. Sie liebt offene Flächen und tiefen, schwarzen Boden. Es ist keine seltene Pflanze, nein, aber eine, die Pflege braucht. Die wilden Varianten in den Heiden sind oft kleiner, aber ihre Essenz ist konzentrierter als die der gezüchteten Prachtexemplare.
Die Blätter sollten zur Mittagsstunde gezupft werden, wenn die Sonne am höchsten steht und die Blüte ihre volle Pracht entfaltet hat. Man trocknet sie flach liegend auf Leinentüchern an einem luftigen Ort, niemals im direkten Ofenfeuer!