Das Blutkraut ist ein bodennahes Gewächs, das vor allem durch seine fleischigen, tiefroten Blätter auffällt.
Die feinen Adern auf der Blattoberfläche leuchten in einem kräftigen Scharlachrot, fast so, als würde echtes Blut durch sie pulsieren. Wenn man ein Blatt zerreibt, tritt ein klebriger, süßlich riechender Saft aus, der die Finger tagelang verfärbt. Es ist keine magische Pflanze im klassischen Sinne. Sie bezieht ihre Kraft aus dem eisenreichen Boden und dem fahlen Licht der dichten Wälder.
Ihr findet das Blutkraut meist dort, wo es schattig und feucht ist. Es bevorzugt den Fuß alter Eichen oder die unmittelbare Nähe von verrottendem Unterholz in tiefen Wäldern. Ein unaufmerksamer Reisender hält es oft für gewöhnlichen Purpur-Ampfer, doch ein geschulter Alchemist achtet auf die kleinen, perlenartigen Tautropfen, die sich stets an den Rändern der Blätter sammeln.
Man erntet es am besten in den frühen Morgenstunden, bevor die Sonne das Blätterdach durchbricht. Man schneidet nur die äußeren Blätter ab, um die Wurzel zu schonen.