Elfen

Geschaffen von den Drachen im Zeitalter der Diener, sind die Elfen das wohl älteste menschenähnliche Volk auf Tirakan. Ihre Hochzeit ist längst vorbei, und heute kann niemand mehr ernsthaft von sich behaupten, jemals einem Elfen begegnet zu sein. Legenden sowie Gelehrte erzählen zwar von einem erneuten Aufleben der Magie, und damit auch der alten Diener, bestätigt ist dies jedoch in keinster Weise.

Die Kinder der Drachen

Die Drachen erschufen - in Auflehnung gegen ihre eigenen Eltern - vier Kinder, die sie im Zeitalter der Diener auf die Welt entsandten. Diese Kinder trugen die Namen

Man sagt, diese vier Elfen seien die einzigen ihrer Rasse, die wie ihre direkten Eltern unsterblich seien. Später benannten sie die Häuser des Elfenvolkes nach ihrem Namen.

Nachdem sich das Volk der Elfen sich über die Welt verstreute, benannten sich die einzelnen Völker der Elfen nach dem Namen ihrer Begründer.

Der Frevel

Nicht lange nachdem die Elfen von den Drachen geschaffen wurden, erfuhr Ancatir durch Thzularn von der Macht und der Anwendung des Rituals der Drachen. Besessen von der Idee, ein eigenes Volk zu schaffen, überzeugte er den gutmütigen, naiven Silkanda davon, das Ritual gegen den Willen der Drachen durchzuführen. Sie bemächtigten sich mittels Magie dem Willen der Liebenden Anscharon und Atiarel, und begannen mit der Durchführung des Rituals.

Hierdurch jedoch zogen sie den Zorn des Drachen ''Tar'' auf sich. Der älteste der Drachen erfuhr vom Frevel der Elfen, und liess sich in jenes Gewölbe herab, das den Elfen als Ort des Rituals diente. Er unterbrach den Ritus, wobei er Atiarel in einen tiefen Schlaf versetzte. Während Silkanda sich in die Wälder des Nordens zurückzog, floh Ancatir - verlassen von der Gunst der Drachen und vom Einfluss Thzularns - in ein Land weit im Süden. Sein Volk suchte ihr Glück von da an in der Seefahrt.

Der erste Krieg

Anscharon selbst erwachte aus dem magischen Einfluss, und ihm wurde jede Einzelheit des Rituals gewahr. Er zog sich selbst aus Scham und Verzweiflug zurück auf eine Insel jenseits des großen Meeres. Während er apathisch in seiner Verzweiflung lebte, erkannte er nicht, dass Thzularn bereits einen großen Einfluss auf sein Volk genommen hatte. Es entstanden dunkle Kulte, und die Anbetung der Thzularn überwog im Volk der Anscharon. Einzig einige wenige standen zu ihrem Herrn Anscharon.

So kam es dann zum ersten großen Krieg der Elfen, als das Volk der Anscaron unter Thzularns Einfluss das Land der Atiarel angriff. Auch wenn die dunkle Göttin nie selbst in Erscheinung trat, so war es doch ihr Ansinnen, die schlafende Atiarel zu erwecken um das Ritual zu vollenden. Viele Jahre währte der Krieg, und viele Elfen beider Völker starben während der Zeit.

Der Fall von Re

Ein Ende fanden die Kämpfe durch den Sohn Silmarions, dem zweiten König der Stadt Re, der Heimat der Atiarel. Diesem Sohn - sein alter Name ist der Welt nun verborgen - wurde durch eine unbekannte Gestalt ein magisches Kleinod zugespielt, welches ihm fortan jede Entscheidung abnehmen sollte, und seine Geschicke für immer in eine für ihn bessere Richtung lenken sollte. Als Gegenleistung für sein persönliches Bestehen ward ihm aufgetragen, die Tore der Stadt Re zu einem bestimmten Zeitpunkt zu öffnen.

Silmarion erfuhr zu spät von dem Verrat, und noch als die feindlichen Krieger der Anscharon die Stadt erstürmten, verfluchte er seinen eigenen Sohn zu einem ewigen Leben in immerwährender Gier. Fortan wurde der Sohn des Königs nur noch Dun genannt. Geschichten und Legenden erzählen, dass er immer noch in den Städten des nördlichen Meridians umhergehe, auf seiner immerwährenden Suche.

Ein neues Leben

Doch der Krieg währte weiter, und erst nachdem das Volk der Atiarel bereits fast völlig vernichtet wurde, griff Tar in den Kampf ein. Er trieb die Krieger der Anscharon zurück, und ermöglichte den Atiarel die Flucht in die Berge. Um sie vor weiterem Schaden zu schützen, setzte er sich selbst als Wächter über die Atiarel ein, und erschuf ein Gebiet des magischen Schutzes um das Gebirge. Den Menschen soll dieses Gebiet später als das Tal des Vergessens bekannt sein.

In den Bergen erbauten die Atiarel eine Stadt nach dem Bilde von Re. Dieser Ort, die Die alte Stadt|alte Stadt, lag geschützt für alle Völker Tirakans, und sie gebar ein erhabenes Volk der Elfen. Dieses Volk wurde fortan Atiarel|Aldahar genannt. Erst wenn die Eine wiederkehrt, wird der Name Atiarel in der Alten Stadt wieder gesprochen werden.

Iana Alyaria

Die '''Iana Alyaria''' ''(Lied der Alyaria)'' wurde im Jahr 350 EC von Alwaon Feynwynn geschrieben, einem Seher und Visionär der Silkanda. Das elfische Lied erzählt von dem Frevel der Atiarel und den geborenen ''Alyaria'', der unheiligen Brut der Elfen. Jene Brut ist durch das Ritual entstanden welches schon den Drachen verboten war, und mit dem diese die Elfen geschaffen haben.

Es liegt an mir euch zu berichten
was sich vor vielen Jahren tat
Als Algor wollt das Unheil schlichten,
wollt einen unsren alten Rat.
Die Bande wurden jäh zerrissen
vom Verlust an Gottes Gewissen.

Ancatir war der kühne Streiter,
Atiarel das naive Kind,
Anscharon Herr der dunklen Reiter
war voll der Liebe im kalten Wind.
Silkanda endlich war im Stillen
der streitet für Samusas Willen.

So kam es dass sich Ancatir
verzaubern liess von Thzularns Wort.
Er liess die Festung Belenthir
zurück und zog nach Re nun fort.
Es sollt ein großes Unheil geben
wenn Elfen nach den Künsten streben.

Die Künste der vergangnen Welt
als die Dämonen noch am Leben.
Da Thzularn diesen Bann nun hält
der einst den göttlichen Verrat gegeben.
Die dunkle Göttin wollte nun
der Drachen Frevel nochmal tun.

Der Frevel lag lange zurück,
den Elfen jedoch nie vergessen.
Es fehlte damals nur ein Stück
ihr Dasein wär am Nichts gemessen.
Es hätte sie gar nicht gegeben,
Tedasiel wär noch am leben.

So schufen sie die Kinder nun
entgegen derer Alten Wort
in einem Ritus, dunklen Tun,
in der Samusas hohen Hort.
Sie schufen nun die Elfgestalten
entgegen des Verbots der Alten.

Die Drachen schufen ihre Kinder
die vier unsterblichen Genannten
Und sein sie auch genannt als Sünder
die ihre Brut in die Welt sandten,
die Elfen sollten nochmal tun
der Drachen Frevel selber nun.

Ancatir der üble Verräter
der von Thzularn das Wissen hat.
Er war der menschengleiche Täter
der Silkanda nun bannen tat.
Der Silkanda dazu verführte
dass dieser Atiarel entführte.

Ein vierter Fehlte noch im Bunde
zum Ritus wie die Drachen taten,
so tat zur nächtlich dunklen Stunde
Ancatir seinen Geist verraten.
Entführte Anscharon bei Nacht
und hat ihn Atiarel gebracht.

In dieser Stunde ohne Licht
vollzogen derer Elfen viere
ohn Algors heiliges Gericht
das Ritual wie wilde Tiere.
Anscharon und Atiarel nun
sind Opfer von Ancatirs Tun!

Es kam zur Zeugung, gleich den Draken
ein neues Leben entstand hier
das niemals sollte je erstarken,
verkrüppelt in einer der vier.
In Atiarel wuchs die Verfluchte
die Algors Segen leidlich suchte.

Anscharon der nun selbst erwachte
aus Thzularns Bann sich jetzt erhob,
zog sich weit zurück und erbrachte
das Opfer seiner selbst im Sog
der unendlichen Melancholie.
Verließ das Grab seines Throns nie.

Thzularn hingegen schnell zugegen
sah das Volk Anscharon verlassen
liess sich den Thron zu Füßen legen
und Anscharons Macht schnell verblassen.
Sie sollt die Mächtige nun sein
der dunklen Elfen schwach Gebein.

Das Volk der Anscharon im Bann
der dunklen Göttin finstrer Macht
mit Schwert und Bogen nun begann
mit dem Brudervolk eine Schlacht.
Ein fürwahr blutiges Bekriegen
begann Atiarel zu besiegen.

Ancatir der Verräter derweil
zog sich zurück bis in den Süden
und suchte dort sein Seelenheil
und seinen eignen armen Frieden.
Lange ward nichts von ihm gehört,
bis seine Ruhe einst gestört.

Im Norden zu der selben Zeit
in der Stadt Re, dem heilgen Thron
der Atiarel, macht sich bereit
Silmarions, des Königs Sohn
Die Weisheit dieses alten Herrn
hätte sein Sohn allerdings gern.

Der Sohn hat eines Tags im Wald
an einem alten Baume Stamm
ein Kleinod gefunden in Gestalt
eines Auges, glasklar und klamm.
Dies Auge schien ihm wie ein Segen
zeigt den Besten von allen Wegen.

Das Auge führt den Sohn gezielt
und hilft bei allen seinen Fragen.
Nur dass die Macht die nun mitspielt
sehr Finster ist und ihn wird jagen.
Fürs erste leitet ihn die Torheit
ans Tor der Stadt in Dunkelheit.

Er öffnet dieses für die Dunklen
die Elfen der Thularn verfallen,
die stürmen Re, Erzähler munkeln
die Stadt sei in der Nacht gefallen.
Re gibt es seit dem Tage nicht mehr
nur alte Stein' und manche Mär.

Der Sohn des Silmarion nun
ward vom Vater verflucht sodann.
Er nie mehr kann was Gutes tun,
wird leben ewig und er kann
die Gestalt nicht mehr von sich bringen
er ist der Dun, so wird man singen.

Das Kind der Unsterblichen doch
in Atiarel, der ewig Bangen
die von dem Drachen Tar nur noch
in vollkommner Statis gefangen.
Auf das das Licht des Algor nie
die Welt erblicke ganz gleich wie.

Bis eines Tages jene Wesen
die weder Kultur noch Geschichte
vereinen, nur sich selbst genesen
anrufen die göttlichen Gerichte.
So ruft sie doch ein Menschen Held
aus der Statis Tars auf die Welt.

Es soll fortan der Bann der Nacht
in seiner widerlichen Stärke
mit all der gottgleich starken Macht
und aller menschengleichen Härte
auf ihnen liegen wie ein Fluch.
So schreibt es des Chronisten Buch.

Den Frevel haben wir begangen
die Schande steht uns selbst nun zu.
Doch ists die Brut, die nun gefangen
für immer und ganz ohne Ruh,
zu sein in Schande für Aeonen
so wie der Anscharon Legionen.

Erst Algor wird sie wohl befreien
so wie er sie erschaffen hat.
Aus heilger Quelle Licht soll speien
so wies bei ihrer Schöpfung tat.
Erst dann werden die jungen Knochen
endgültig vor dem Herrn gebrochen.

Dabei bedarf es wohl den seinen
den Artefakten des Algor
Kelch und Stab und Schwert vereinen
muss wer brechen will das Tor
zur Kammer in der sie gebar
die auch der Ort des Frevels war.

Dort nun können diese Tiere
die schändlich wandeln auf der Welt
die unerlaubte Brut der Viere
eingehen in das ewig Feld.
Zerrinnen in dem Bach der Zeit
vergessen bis in Ewigkeit.

Der Ritus muss sich wiederholen
von hinten nun nach vorne hin
und wie einst Tar selbst hat befohlen
Unwahr werden und ohne Sinn.
Erst dann werden wir wieder sein
ohn Hass im ewigen Verein.

Ancatir

'''Ancatir''' steht gleichermaßen für die Elfen des Meeres, als auch für den ältesten Sohn der Drachen, der das Volk der Ancatir über alle Jahrhunderte anführt.

Anscharon

Wenn man einem Dunkelelfen den Kopf abschlug, stand er eine Minute später mit einem Grinsen im Gesicht wieder vor einem! Um es kurz zu machen, diese Bastarde müssen einen Pakt mit sämtlichen Dämonen und finsteren Göttern geschlossen haben, denn sie scheinen unsterblich zu sein. Ich hasse diese Anscharon! Und wie ich sie hasse! Und besonders diese silberhaarige Priester-Schlampe!" ~ Asloran Trumstein, ehemaliger Söldner, kurz vor seinem "Unfall" 634 uZ.

Atiarel

"...nordwestlich von Meridian hinter dem Tal des Vergessens liegt ein Gebiet, das nur aus Hügeln und Bergen besteht und bis auf eine kleine Stelle im Norden von Wasser umgeben ist. Die östliche Grenze, zu Meridian und den Stammesgebieten der Quitaron, bildet der Strom Kanuba, die restlichen Grenzen das Meer. nur im Norden gibt es eine Landverbindung zu dem Gebiet der Quitaron. Dieses Gebiet besteht aus einem großem Gebirge, daß von Hügeln umschlossen ist. Dieses Gebirge wird Jazabal'Jarh genannt, was in der Sprache der dort lebenden Elfen, den Atiarel, 'Heiliges Land' oder 'Heiliger Berg' bedeutet. Diese Atiarel sind von großer, schlanker Statur, und von unterschiedlicher Hautfarbe, sei es Normal, wie bei den Menschen, Alabasterweiß oder Steingrau. Sie tragen ihr Haar, welches dünn und seidig ist, entweder lang, als Glatze oder eine, oder beide, Seiten abrasiert. Desweiteren haben sie große, schrägstehende Augen von leuchtender Farbe. Die Atiarel bekommt man recht selten zu Gesicht, da sie ein zurückgelegenes Leben im Gebirge führen..." ~

Silkanda

Das Volk der Silkanda ist eines der 4 Völker der Elfen. Sie sind den Menschen am nächsten, unterhalten seit dem 2. Jahrhundert Beziehungen zu Meridian und Asgoran. Im Laufe der Jahrhunderte nehmen sie mehr und mehr Menschliche Gepflogenheiten an, und akzeptieren bereits im 3. Jahrhundert ihre Währung.