Die Erzdämonen

Ranorh führt dreizehn Dämonen an, die Herrscher der Domänen. Jeder Herrscher wird für gewöhnlich begleitet von zweien seiner Diener, dazu existieren in jeder Domäne unzählige weitere, niedere Dämonen. Nach aktuellen Erkenntnissen haben diese niederen Dämonen die Gestalt der Diener, jedoch gilt dies als weitgehend unbekannt. Ebenso bestehen Gerüchte, es gäbe niedere Dämonen von der Gestalt und Art der entsprechenden Herren. Somit existieren vier Ebenen. Jeder der dämonischen Herrscher gebietet über zwei mächtige, ihm ergebene Diener. Einer wird in der Sprache der Begabten als Fürst bezeichnet, einer als Herzog. Die unterste Ebene bildet eine unüberschaubare Menge von niederen Dienern und beherrschten Wesen. Darunter auch Menschen, die der Dämon in den Kreis seiner Macht gerissen hat.

Die Dämonen existieren völlig unabhängig voneinander. Berichte und Geschichten, nach denen es auch in der Welt der Dämonen Allianzen, Kriege und Feindschaften gäbe, gelten als nicht erwiesen, und werden wohl auch nie von einem Menschen belegt werden.

Iiinyca - Der Schänder der Magischen Kraft

Iiinyca, der Schänder der Magischen Kraft, ist der Herrscher über die zehnte Domäne, die dämonische Welt der Magie. Iiinyca tritt selbst nicht in Erscheinung und ist nur als unglaublich starke dämonische Magie zu erahnen, die alles magische in ihrer Umgebung stört und selbst von nicht Begabten wahrgenommen wird. Iiinycas Begleiter, Tur Oggu und Yogzzi, sind dunkle, grausame Bolde, die mit ihren scharfen Zähnen und mit unheiliger Magie starke Gegner für jeden Rechtschaffenden darstellen.

Duglaraan - Der verfluchte Ersäufer

Die erste Domäne ist die Welt des Wassers, über die Duglaraan mit äußerster Grausamkeit herrscht. Duglaraan, der verfluchte Ersäufer und Schänder der Seefahrt, hat die Gestalt einer riesigen Seeschlange mit sieben Köpfen und großen Hörnern auf der Rückseite der Wirbel. Seine beiden Dienerwesen, Shuugai und Ganod, sind nicht besser als er, sie sind seine Begleiter und haben eine sehr ähnliche Gestalt, wenn auch wesentlich kleiner.

Calysporn - Der verfluchte Herrscher des Nebels

Über diese Domäne herrscht Calysporn, der verfluchte Herrscher des Nebels und der Nacht. Calysporn, der keine feste Gestalt hat, wird begleitet von Dugai und Sarag'Roh, die beide eine menschenähnliche Gestalt haben, wenn auch ihre Körper nur aus Nebel bestehen. Dugai scheint männliches Aussehen zu haben während Sarag'Roh wohl seine Gefährtin ist. Sie vermögen es des nächtens unter Türen und durch Fenster hindurch zu gleiten und werden im Volksmund verdächtigt Kinder in ihren Krippen ums Leben zu bringen.

Gyral - Der verfluchte Entzünder

Die dritte Domäne ist die Welt des Feuers. Über diese Welt herrscht Gyral, auch Gyralph genannt, mit seinen furchtbaren Dienern. Gyralph, eine große Gestalt gleich einem Troll, trägt den Kopf eines Adlers. An der Stelle des Schnabels befinden sich drei lange Rüssel, die bis zum Boden reichen. Gyralph scheint immer zu brennen, seine Haut gleicht glühender, schwarzer Asche mit unzähligen feurigen Wunden. Seine Diener, Nugshu und Tulhu, gleichen den Greifen, jedoch tragen sie vier Hörner auf dem Rücken und die gleiche brennende Haut wie ihr Meister.

Lhugghu - Der verfluchte Herr der Katastrophen

Lhugghu, der diese Domäne anführt, ist der dämonische Herr des Windes und des Sturms, der Erschaffer des Chaos und des Neides. Lhugghu hat die Gestalt einer schwarzen Wolke ohne ein Gesicht, und seine Diener, Zzibra und Cayogbaar, begleiten ihn in Form von mißgestalteten Raben ohne Flügel und mit schwarzer Haut. Aber fliegen können sie dennoch denn sie trotzen den Gesetzen der Natur da sie die Verkörperung der Unnatur sind.

Brahas - Vater der Sucht

Über die fünfte Domäne herrscht Brahas, der den sterbenden Gott Herbarin gesteinigt hat. Er wird als der Vater der Sucht und der Schänder der Freuden bezeichnet. Brahas Diener sind Yoghas und Bhulu, zwei steinernde Wesen in der Gestalt von Trollen mit toten, schwarzen Augen. In seiner Umgebung werden alle lebenden Wesen träge, faul und schläfrig. Kaum ein Wesen, außer Priestern und geweihten oder heiligen Tieren, kann sich dem entziehen.

Nyphen - Der Herr des kalten Todes

Nyphen, der verfluchte Herr des Eises und des kalten Todes, ist eine kristallene, tiefblaue Gestalt mit tausenden von Dornen und Stacheln. Das riesenhafte, eiskalte Wesenheit wird begleitet von Lhuu und Baarhai, schwarzen krötenförmigen Dämonen, deren Stacheln vom Körper geschossen furchtbare Wunden reissen, die niemals heilen.

Haiphen - Der verfluchte Bringer des Todes mit dem Stahl

Die siebte Domäne wird beherrscht von Haiphen, der die menschliche Form eines Kriegers in schwarzer Rüstung, jedoch ohne ein Gesicht hat. Haiphen, der als verfluchter Herr des Erzes und Bringer des Todes mit dem Stahl bezeichnet wird, trägt ein blau glühendes Schwert und einen brennenden Streitkolben, mit dem er tödliche Wunden schlägt. Seine Begleiter sind Ghyogh und Hasoo, die schwarzen Bluthunde ohne Augen. Er gilt vielen Söldnern welche sogar dem Echsenheer oder den Minotauren dienen als Schutzherr.

Nughlhuu - Der Bote Ishaa'Nras

Nughlhuu ist ein Vierbeiner, der einem Einhorn gleicht. Schwarze Flüssigkeit trieft dauerhaft von seinem mageren, fast verhungerten Körper. Man sagt, das der, der in das Licht blickt, dass von dem Horn auf seinem Kopf ausgeht, für immer zu Stein erstarrt und dämonische Qualen leiden muss, während er von Nycalhu und Nugaa langsam zerfressen wird. Die beiden Begleiter Nughlhuus haben die Gestalt skelettierter Vögel, von deren bleichen Knochen die modernden Federn herabhängen. Es wird auch von einer kleinen Herde von schwarzen Einhörnern berichtet, mit feurigen roten Augen.

Cthupheen - Der Tod aus der Erde

Wer immer Cthupheen begegnet, wird diese Begegnung sein Leben lang nicht vergessen. Viele hundert Schritt misst der gigantische, irdene Wurm, an dessen Maul tausende von Zähnen gleich denen des Haifisches prangen. Wenn auch seine Begleiter, Ijothu und Shoggu Hai, um vieles kleiner sind, so haben sie auch noch eine Länge von mehreren Schritt und einen Durchmesser von gut einem halben Schritt. Die schwarzen Würmer gelten als der Tod aus der Erde und verschlingen oder erwürgen ihre Opfer.

Nycalha - Die verfluchte Herrin der perversen Lust

Die elfte Domäne wird angeführt von Nycalha, die die dämonische Eifersucht und die perverse Lust bringt. Nycalha's Gestalt ist die einer großen Frau mit bleicher, kranker Haut, die kein Haupthaar hat. Ihre Begleiter, Bradhi und Flamer, treten als Zwillingspaar auf, beides wunderschöne Frauen, die eine mit flammendem roten Haar und bleicher Haut, die andere mit schwarzem vollen und sinnlichen Haar mit südländischer Haut. Diese beiden werden auch als Mütter der Succubi angesehen.

Wisgu - Gebieter des Ersten Bundes

Wisgu, Hasser der Elfen und Zwerge, Gebieter des ersten Bundes ist eine nicht greifbare Gestalt aus Staub und reiner Energie. Im dritten Zeitalter ging Wisgu den Bund mit den Morgalas ein, und versklavte sie zu immerwährender Dienerschaft. Seine Diener Turzzi und Ylvath haben die Gestalt irdener Statuen. Die Morgalas entsprechen den niederen Dienern der anderen Dämonen. Unter ihnen sind die Mächtigsten meist auch Paktierer Wisgus.

Lothcam - Der verfluchte Beherrscher der Schatten

Lothcam, der Beherrscher der Schatten und Schattenwesen hat die Gestalt einer riesigen Amöbe oder eines riesigen Wurms. Seine Diener sind Thurgroth und Brasho. Lothcam folgt seinen eigenen Plan. Er will nichts anderes als die Herrschaft über ganz Tirakan. Die Geschichte Tirakans zeigt sein ständiges Auftreten, auch durch Gesandte welche in menschlicher Gestalt in die Geschicke der Welt eingreifen. Einer dieser Gesandten gilt sogar als Lothcam selbst.